Englisch nach Maß

Mittwoch, 27. Januar 2016

Auf der Flucht Teil 3: Es knallt!


 Es dauerte Tage bis die Ereignisse der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof die Medien der Welt erreichten.  Ich wusste schon am 1. Januar davon, denn eine Freundin war dort.  Ihr ist – Gott sei Dank – nichts passiert.  Der Grund dafür ist ihr Freund.  Dieser ist Polizist, hat die Gefährlichkeit der Lage sofort erkannt (auch weil er SMS von Kollegen bekam) und beide schleunigst aus der Gefahrenzone manövriert.  Die beiden fuhren daher nicht mit dem Zug, sondern mit dem Taxi nach Hause.

Es ist jetzt einige Zeit seit den Geschehnissen dieser Nacht vergangen, meine Bestürzung und meine Wut sind aber nach wie vor präsent.  Wie so vielen Menschen, ist auch mir das Geschehene unbegreiflich. 

Zum Einen, das mitten in Köln, eine Horde von Männern quasi Jagd auf Frauen machen konnte, ohne das die Polizei, die auf dem Bahnhofsplatz anwesend war, in der Lage war dies zu verhindern.  Dass die Polizei die "ersten" Anrufe von Opfern in dieser Nacht nicht ernst nahm, laut Medienberichten sogar auflegte, als Frauen hilfesuchend dort anriefen. Dass Polizisten Frauen die um Hilfe baten nur bis an die Bahnhofstüren begleiteten, da dort das Hoheitsgebiet der Bundespolizei anfängt – und die Frauen damit in die "Hölle" schickten.  Denn es war im Bahnhof, laut Medienberichten, weit und breit keine Polizei zu sehen. Und im Bahnhof war buchstäblich "der Teufel los".

Zum Anderen, dass es mehrere Tage dauerte, ehe dieser Vorfall öffentlich bekannt wurde.  Das erweckt, das scheint ja auch der Tenor der Berichterstattung der Medien, durchaus einen Eindruck der Vertuschung.

Letztendlich ist es egal, ob die Männer, die in der Silvesternacht zu Tätern wurden, Flüchtlinge sind oder nicht.  Es scheint aber, dass sie aus anderen Ländern, aus dem arabischen Kulturraum kommen, denn die hauptsächlich gesprochene Sprache der Straftäter war, laut Medienberichten und nach Aussage meiner Freundin,  Arabisch. 

Dass ihre Haltung Frauen gegenüber nicht der entspricht die hier in Deutschland vertreten wird. Dass sie frauenverachtend handelten.

Dass diese Männer durch ihre Taten nicht nur die Strafverfolgung mit allen Rechtsmitteln verdient haben, wie jeder Straftäter, sondern auch die sofortige, dauerhafte Ausweisung aus Deutschland! 

Egal woher diese Männer kommen, welcher Religion sie angehören und was ihr kultureller Hintergrund ist, diese frauenverachtenden Handlungen dürfen nicht geduldet werden.  Es darf kein Verständnis oder gar eine Entschuldigung dafür geben.  Nicht in einem Rechtsstaat! 

Und, den Opfern bzw. potentiellen Opfern (sprich Frauen) seitens, zum Beispiel der Oberbürgermeisterin "Verhaltensregeln" "an die Hand zu geben", ist eine unglaubliche Unverschämtheit.  Dies erweckt geradezu den Anschein, als ob die Opfer für die Straftaten der Täter verantwortlich gemacht würden.

Nicht nur sind die "Verhaltensregeln" in diesem Kontext eine bodenlose Unverschämtheit, sie sind auch Unsinn.  Meine Freundin lachte, als sie die Empfehlung, eine Armlänge Distanz zu halten, hörte.  "Als ob das etwas gebracht hätte (an Silvester), oder bringen würde (im Kölner Karneval z.B.)". 

Wenn man in ein Land einwandert, egal ob man dies als Immigrant oder Flüchtling tut, dann muss man sich den Gepflogenheiten, Sitten, Regeln und der Kultur dieses Landes anpassen.  Man kann und darf nicht erwarten, dass dies umgekehrt sein solle.  Zuerst ist man Gast, hier obliegt einem bereits eine gewisse Verpflichtung.  Wenn man dann irgendwann einmal Bürger sein sollte, dann ist diese Erwartung ohnehin klar.

Als meine Großeltern mit meinen Eltern nach Kanada emigrierten, passten sie sich an.  Sie integrierten sich und wurden Kanadier.  Und, als ich nach Deutschland kam da tat ich das Gleiche.  Ich lernte die Sprache,  integrierte mich in die Gesellschaft und baute ein Leben auf.  Ich erwartete nicht, dass Deutschland mir zuliebe kanadisch wurde.  Und das ist auch richtig so!

Warum, um Himmels Willen, soll Deutschland eine Haltung akzeptieren, die die Gesetze, die Kultur und die Gepflogenheiten dieses Landes negiert?  Das ist Unsinn.  

Ich finde es nach wie vor absolut wichtig, dass Deutschland ein Zufluchtsort für Hilfesuchende ist.  Dass Flüchtlinge hier willkommen sind.  Aber – der Preis für das "Willkommen sein" muss Integration in die Kultur dieses Landes sein. Auch in die Rechtskultur!  Wer das nicht will, wer die Gesetze dieses Landes nicht respektiert, der hat in diesem Land nichts zu suchen!

Und in Deutschland soll keine Frau einen langen Rock oder einen Schleier tragen müssen wenn sie das nicht selbst will!  Und keine Frau darf Freiwild von Männern sein, deren Kultur Frauen als Beute, als Gegenstand oder in irgendeiner Weise verachtend sieht!

Es ist furchtbar wenn Flüchtlinge angegriffen werden.  Wenn Flüchtlingsunterkünfte brennen.  Aber, die Geschehnisse der Silvesternacht in Köln, die sind genauso entsetzlich.

In einem Rechtsstaat…

Quellen:  Diverse Medien, u.a.  Die Süddeutsche, FAZ, SAT 1 Frühstücksfernsehen usw.

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