Englisch nach Maß

Dienstag, 9. September 2014

Unbemerkte Kosten der Fehlkommunikation: Teil 3



Unbemerkte Kosten der Fehlkommunikation: Teil 3

Missverständnisse und Falschkommunikation = enorme, versteckte, Kosten

"Wir setzen gute Englischkenntnisse bei unseren Mitarbeitern voraus.  Das berücksichtigen wir bereits bei der Einstellung"…

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Was sind Gründe für fehlende Sprachkompetenzen?

Bei einem Einstellungsgespräch ist der Job das Ziel.  Also bereitet man sich darauf vor – auch mit Englischcoaching das speziell auf Bewerbungsgespräche zugeschnitten ist.  Dann bewältigt man zwar das Job Interview erfolgreich, aber nicht unbedingt die Anforderungen des daraus resultierenden Arbeitsgebietes. 

Wenn man schon länger im Unternehmen arbeitet möchte man erfolgreich sein.  Vielleicht sind die eigenen Sprachkenntnisse "eingerostet" oder erst gar nicht vorhanden.  Der Arbeitgeber jedoch setzt "gute Englischkenntnisse" voraus.  Unter diesen Umständen ist es der Karriere nicht dienlich, dieses "Manko" dem Arbeitgeber gegenüber einzugestehen.  Erschwerend kommt hier hinzu, dass der "Gesichtsverlust" durch ein solches Eingeständnis einen sehr individuellen, persönlichen, Faktor darstellt.  Für viele Menschen ist dieser "Prestigeverlust" sogar die größte Hürde.  Für eine gute, private Fortbildung fehlen oft die notwendige Zeit und/oder die finanziellen Mittel.  Das Resultat:  Man mogelt sich durch.

Genau hier liegt das Problem für das jeweilige Unternehmen.  Mitarbeitern fehlen die erforderlichen fremdsprachlichen Kompetenzen für ihren Job.  Diese "trauen" sich jedoch nicht, dies zuzugeben.  Dadurch werden diese Mitarbeiter zu Verursachern von Fehlkommunikationen. 

Es ist nicht viel Fantasie erforderlich, um auszumalen was die Konsequenzen der folgenden, häufig, stattfindenden Situation sind:

10 Menschen nehmen an einem Meeting teil.  Die Sprache ist Englisch.  Der Sprachlevel der Teilnehmenden setzt sich wie folgt zusammen:

·         2 Muttersprachler
·         2 können kompetent kommunizieren
·         3 verstehen mehr oder weniger was besprochen wird
·         3 verstehen nur einen Bruchteil. 

Jeder dieser 10 Mitarbeiter wird den Besprechungsraum verlassen und sein bzw. ihr Verständnis der Inhalte des Meetings an weitere Mitarbeiter, Kollegen, Geschäftspartner oder Kunden kommunizieren.  Die Kosten der resultierenden Falschinformationen können schnell enorm werden.

Was können Unternehmen tun?

1.      Ein Umfeld schaffen, das Mitarbeiter fördert und ihnen die Sicherheit gibt, fehlende Kompetenzen einzugestehen und aufzuarbeiten.
2.      Die Anforderungen des Jobs objektiv mit den Kompetenzen des Mitarbeiters abstimmen.  Weniger, "wir setzen voraus" und mehr "was ist notwendig".
3.      Im Fall von Sprachkompetenz, den erforderlichen Sprachlevel für die beruflichen Anforderungen definieren (anhand des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen: http://www.englisch-nach-mass.de/cef-sprachentrainings.html), dann den jeweiligen Mitarbeiter kommunikativ einstufen lassen. 
4.      Möglichkeiten schaffen, damit Mitarbeiter die notwendigen Kompetenzen erwerben können. Im Fall von Sprachkompetenz:  Wenn der Ist-Level des Mitarbeiters nicht dem Soll-Level entspricht, den Mitarbeiter dementsprechend fördern.

Unternehmen und Führungskräfte sind gefordert, diese Problematik objektiv zu erkennen, deren Tragweite zu beurteilen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

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