Englisch nach Maß

Dienstag, 16. September 2014

Erwartung und Realität: Wenn Übersetzungen an ihre Grenzen stoßen - Teil 1

Was ist eigentlich eine Übersetzung?  Auf den ersten Blick erscheint die Antwort auf diese Frage einfach.  Ist sie jedoch nicht.  Sie wird, je nachdem, wer gefragt wird, sehr unterschiedlich beantwortet werden.

Eine gute Definition von "Übersetzung" (Wikipedia) lautet:  " … die Übertragung eines (meist schriftlich) fixierten Textes wortgetreu von einer Ausgangssprache in eine Zielsprache".  Aber, was ist eine "wortgetreue Übertragung" eigentlich.

"Wortgetreu" bedeutet nicht "wortwörtlich".  "Wortgetreu" bedeutet, dass Grammatik und Satzbau der Zielsprache angepasst werden und dass das am besten passende Vokabular verwendet wird.  Dies kann zu Folge haben, dass es mehrere wortgetreue Übersetzungen gibt, die unterschiedliche Synonyme verwenden, dennoch alle korrekt sind.

Im Gegensatz hierzu ist eine "wortwörtliche" Übersetzung ein einfaches Aneinanderreihen der zu übersetzenden Wörter, ohne diese der Grammatik oder dem Satzbau der Zielsprache anzupassen.  Wortwörtliche Übersetzungen machen meist keinen Sinn, können aber – größtenteils ungewollt - sehr lustig sein.

Was eine Übersetzung nicht kann, was auch nicht Zweck einer Übersetzung sein darf, ist die Bearbeitung des zu übersetzenden Textes.  Eine Übersetzung ist immer eine Wiedergabe, sie darf keine Änderungen, Bearbeitungen oder gar Interpretationen beinhalten.

Genau an diesem Punkt entstehen oft Schwierigkeiten zwischen den Erwartungen an eine Übersetzung und dem, was diese Leistung letztendlich bieten kann.

Fallbeispiele aus verschiedenen Business Bereichen wie Jura, Marketing und Werbung werden in den folgenden Beiträgen skizziert.

Am Donnerstag:  Erwartung und Realität:  Wenn Übersetzungen an ihre Grenzen stoßen.  Fall 1:  Komplizierte Dokumente


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