Englisch nach Maß

Donnerstag, 3. Juli 2014

"You can say you to me"

Ob dieses Angebot ursprünglich von Helmut Kohl an Ronald Reagan gerichtet war oder von Heinrich Lübke an die Queen ist im Reich der Legenden verschwunden, was bleibt ist eine treffende Illustration der deutschen Verwirrung bezüglich englischsprachiger Höflichkeitsformen.

Was hat es eigentlich mit der berühmten "Lockerheit" englischsprachiger Menschen auf sich?    Meist wird beinahe auf Anhieb bei wildfremden Personen der Vorname verwendet und ein "Sie" gibt es erst gar nicht.  Für Mitmenschen aus nicht-englischen Sprachkreisen stiftet die Frage des Umgangs miteinander oft Unsicherheit und Verwirrung.

Wichtig ist, immer zu beachten, dass der mögliche Gebrauch des Vornamens und der Wegfall einer formellen Anrede wie das deutsche "Sie" nicht bedeuten, dass eine freundschaftliche Beziehung zu der jeweiligen Person besteht.  Egal wo man herkommt,  Beziehungen und Freundschaften aufzubauen braucht Zeit.  Der Umgang miteinander im englischsprachigen Raum ist zwar lockerer, aber man darf dennoch nicht vergessen mit wem man es zu tun hat. 

Letztendlich bedeutet Höflichkeit Respekt und Anerkennung, ob "Sie" oder "you", "Mr. Smith" oder "Tom".

Am Dienstag dürfen Sie Ihr Know-How mit unserem kleinen Knigge Quiz testen.

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