Englisch nach Maß

Donnerstag, 31. Juli 2014

Kulturelle Unterschiede im Business: Teil 4: Was ziehe ich an?





Wie vermeidet man interkulturelle Konflikte im globalen Umfeld?  In den vorherigen Artikeln sowie in diesem Artikel befassen wir uns mit häufigen Ursachen von interkulturellen Missverständnissen und Strategien zu deren Vermeidung.

Kleidung

Was ziehe ich an?  Diese alltägliche Frage nimmt im interkulturellen Kontext eine ganz andere Bedeutung an, sind doch die Vorstellung dessen was "angebracht", "üblich" oder "akzeptabel" ist, von Kulturkreis zu Kulturkreis oft unterschiedlich.

Recherchieren Sie die "Kleiderordnung" des jeweiligen Kulturkreises in dem Sie sich bewegen.  Diese Investition einiger Minuten kann Sie vor manchem, geschäftsschädigendem "faux pas" bewahren. 

In Deutschland, zum Beispiel, existiert seit Längerem keine einheitliche Kleiderordnung.  Ob am Arbeitsplatz Anzug mit Krawatte, Kostüm oder Jeans getragen werden, hängt von der jeweiligen Unternehmenskultur ab.  Im Vergleich zu Deutschland sind andere Länder, wie z.B. die USA, Kanada, Brasilien oder China wesentlich förmlicher in Bezug auf Business Dress. 

In Jobs mit Kundenkontakt in den USA oder Kanada sind "Schlips und Kragen" für beide Geschlechter in der Regel Pflicht.  Jeans und Turnschuhe gelten in der Regel als zu salopp fürs Business. 

Brasilianer im Business sind, trotz des warmen Klimas, konservativ in ihrer Kleidung. 

In China "machen Kleider Leute", eher im Stil der förmlichen Regeln in den USA oder Kanada. 

Frankreich ähnelt Deutschland, eine Lockerung des Dress Code ist hier bemerkbar.  Casual Fridays treten immer häufiger auf.

Businesskleidung in Großbritannien ist vom Arbeitsplatz abhängig.  Anzüge und Melonen gehören zwar der Vergangenheit an, im Business und im höheren Beamtentum ist die Kleiderordung dennoch weitherhin förmlich für beide Geschlechter. 

Islamisch geprägte Kulturkreise erwarten "sittsame" Kleidung für Frauen, bei Männern ist förmlicher Business Dress empfehlenswert. 

Obwohl allgemeine Aussagen über die "richtige" Kleidung im internationalen Business schwer zu treffen sind, ist es meist empfehlenswert sich eher konservativ und förmlich zu kleiden.  "Over dressed" ist in jedem Fall "under dressed" vorzuziehen.

Am Dienstag:  Teil 5:  Ausgeruht sein.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen