Englisch nach Maß

Mittwoch, 16. April 2014

Malta – Ein "Billigziel" mit schlechter Qualität?

Das Ergebnis einer Studie von Stiftung Warentest im Frühjahr 2010 war ernüchternd! 

Malta bekam in Punkto "Sprachreisenqualität" gerade mal ein "ausreichend" als Durchschnittsnote. 

Besonders der "Unterricht" wurde sehr stark bemängelt.  Im Bereich "Business English" war das traurige Fazit:  "Die Hälfte der Veranstalter verfehlte hier das Thema: In ihren Kursen mit wöchentlich mindestens 25 Unterrichtseinheiten spielte Berufliches oft nur eine Nebenrolle".

Wie kommt es zu dieser Situation?  Warum sind viele Sprachreisen so "schlecht"?

Ein Grund für die schlechte Qualität ist sicher der enorme Preisdruck.  Die Sprachreise soll möglichst "günstig" sein.

Der Anspruch ist, einen "Mercedes" zu fahren (sehr gutes Training, passgenau und individuell, mit hervorragend ausgebildeten Lehrkräften, in wunderschönem Ambiente) aber "nur" für einen "Fiat" zu bezahlen.  Das geht nicht! 

Sprachtraining ist eine Dienstleistung, die Qualität dieser Leistung hängt sehr stark von den Qualifikationen der Lehrkräfte ab.  Gut ausgebildete Fachkräfte sind nicht "billig".  Eine gute Verwaltung, die kundenorientiert und effektiv arbeitet, ist ebenfalls auf Profis angewiesen, auch diese haben ihren Preis.  Eine schöne, zentrale, gut ausgestattete Location ist teurer im Unterhalt als eine die weniger Annehmlichkeiten bietet.

Die meisten Sprachschulen gehen daher schwerwiegende Kompromisse ein um in diesem Preiskampf zu bestehen. 

  • Sie arbeiten mit Lehrkräften die weniger qualifiziert sind, das spiegelt sich in schlechter Trainingsqualität wieder. 
  • Sie arbeiten nach "Schema F", meist strikt nach irgendeinem Lehrbuch, ohne die Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmenden zu berücksichtigen.
  • Sie fokussieren auf ein hohes Volumen an Teilnehmenden, nach dem Motto "Masse statt Klasse".
  • Sie arbeiten mit großen Gruppen, oft mehr als 20 Teilnehmende pro Gruppe.
  • Sie mischen Sprachlevel, Interessen und Altersgruppen (möchte ein 40jähriger der Business English braucht, wirklich über Party mit 20jährigen reden?)
  • Sie bieten Kurse mit niedrigen Stundenkontingenten an, fokussieren auf "Urlaub" anstatt auf "Lernen".
  • Sie sparen an den Honoraren der Gastfamilien, diese sparen wiederum an den Teilnehmenden (schlechte Verpflegung, mangelnde Sauberkeit…)

Wenn eine Sprachschule von sich behauptet "Business English Experts" zu sein, gleichzeitig jedoch "English for Party Animals" anbietet, dann ist die offensichtliche Schlussfolgerung bestimmt die Richtige!  Das KANN nicht gut sein…

Im nächsten Blogbeitrag: Ein Hoffnungsschimmer – denn:  ES GEHT AUCH ANDERS!

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